Unmissverständliche Botschaft

Ich sitze so bei meinem ersten Kaffee und sinniere darüber, was ich heute alles wuppen muss. Ein Haufen Arbeit – ja, wird gemacht, ist klar. Beim Finanzamt anrufen, beim Steuerbüro anrufen, bei UNICEF anrufen, diverse Rechnungen überweisen … näääää, keine Lust, mache ich morgen. Die übliche Verschieberitis.

Dann der Moment wo ich meinen Rechner einschalte und mit einem bislang unbekannten Bluescreen begrüßt werde, der mir deutlich zu verstehen gibt, dass booten gerade nicht in seinen Aufgabenbereich fällt. Unbezahlbar dieser Moment in dem sich mein Magen um 360 Grad rumdreht, ich keuchend über der Schreibtischplatte hänge und mir die Gesichtszüge entgleisen. Blitzartig schießt mir die Frage in den Kopf, von wann mein letztes Gesamt-Backup ist, und dann die Erkenntnis, dass es indiskutabel lange her ist.

Ich fasse dies als eindeutigen Hinweis auf, dass ich mit meinem Karma in den Miesen bin und gelobe reumütig, den ganzen unangenehmen Kram zu erledigen UND ein Backup zu machen.

Beim dritten Versuch ist der Rechner hochgefahren.

Jetzt ist es neun. Ich habe beim Finanzamt angerufen, beim Steuerbüro angerufen, bei UNICEF angerufen, diverse Rechnungen überwiesen, das Backup läuft. Karma-Konto ausgeglichen.

Wie bescheuert das ist, Unangenehmes liegen zu lassen! Die Dinge einfach zu erledigen geht oft so schnell, sie sind dann aus dem Kopf raus und man kann sich wieder den wichtigen und wirklich zeitraubenden Dingen zuwenden. Ich weiß das, trotzdem ist es immer wieder so schwer.

Ich wünsch euch gutes Karma und ein schönes Stückchen Sahnetorte :-)