Frühlingsgefühle

Wisst ihr was mich in den letzten Wochen am meisten genervt hat? Die Nachrichten über dieses verschollene Flugzeug. Dass unsere Medienlandschaft immer mehr an Substanz verliert ist ja nichts Neues. Aber im Zusammenhang mit diesem Flugzeug war es mal wieder überdeutlich, wie stark unwichtige Themen die wichtigen von ihrem relevanten Platz verdrängen. Da berichten die Leitmedien dieser Welt über Wrackteile irgendwo im Meer, während Europaparlament und Bundestag hinter unserem Rücken ungestört Mist verzapfen und den Lobbyisten den roten Teppich ausrollen. Würgs!

Aber heute mal kein Gemecker, denn das Leben ist so schön. Vor allem wenn man Dinge macht, die man zum ersten Mal im Leben macht. Ich habe

1: Eier ausgeblasen! Früher hat mich Mutti da nicht rangelassen. Dann hat es mich 30 Jahre lang nicht interessiert. Und jetzt hat es mir so viel Spaß gemacht, dass wegen mir das ganze Jahr lang Ostern sein darf. Eier ausblasen rockt!

2: einen Saunaaufguss hinter mich gebracht. Dass das heiß ist, hab ich mir ja schon gedacht. Dass das SO heiß ist, dass es einem die Haut wegbrezelt, man nicht mehr atmen kann und man es nur per Zufall überleben kann, hätte ich nicht für möglich gehalten. Ich werde es wieder tun. Die Abkühlung danach ist einfach zu geil!

3: einen Vortrag über Gemälderestauration angehört.

4: ein Vorstellungsgespräch für ein Ehrenamt beim Roten Kreuz absolviert. Sie nehmen mich, und es kommen spannende Zeiten auf mich zu.

5: drei Folgen „Big Bang Theorie“ geguckt. Ganz lustig, aber wenn man ein paar Nerds im echten Leben kennt, ist es nicht schrill, sondern eher so normaler Alltag, oder?

Ich habe angefangen „Endlich Nichtraucher“ zu lesen. Bin gespannt und zuversichtlich.

Das Finanzamt schikaniert mich mal wieder. Es ist immer das gleiche. Wenn die Geld von mir wollen, stehen sie ratzfatz auf der Matte. Ist es umgekehrt, zieren sie sich wie ein kleines schüchternes Blumenmädchen. Wenn da mal nicht System dahinter steckt. Aber ich wollte ja nicht meckern …

Jedenfalls ist es hier im Tagebuch etwas ruhig geworden. Das liegt daran, dass der Frühling mich raus treibt – mit Hummeln im Hintern und Schmetterlingen im Bauch. Ich bin jeden Tag froh, wenn ich zum Feierabend den Rechner ausschalten kann, und plötzlich sind die Tage zu wenig und zu kurz um all das unterzubringen, was ich machen möchte.

Bis demnächst, ihr lieben – genießt den schönen Frühling!