Update

Neulich an der Ostsee habe ich seit langem mal wieder einen endlosen Sternenhimmel gesehen … so einen, bei dem sich das Band der Milchstraße richtig schön am Himmel abzeichnet. Ich darf gar nicht anfangen darüber nachzudenken, WAS man da oben sieht – man wird ja nur verrückt. Früher oder später kommt in solchen Momenten immer die Frage, was wohl vor dem Urknall war. Manchen hilft die Religion, der Glaube an einen Schöpfer, ich hab jetzt die Spektrum der Wissenschaft abonniert. Nicht vergessen: Morgen landet Philae auf dem Kometen!!

Möwe am Pier von Warnemünde

Mein Urlaub war zu kurz. Erst nach fünf Tagen hat sich ein bißchen so was wie Entspannung angekündigt, nach sieben Tagen bin ich schon wieder nach Hause gefahren. Ich musste noch mal ganz tief runter, aber seit ich aus dem Urlaub zurück bin, ist Ruhe eingekehrt. Es geht mir wieder gut. Inzwischen habe ich 20 Gläser Quitten-Gelee gekocht, 2 Bäume gepflanzt, mich alleine in die Sauna in der Therme getraut (mach ich nie wieder – komisches Spanner-Publikum dort), eine Flamenco-Veranstaltung besucht, den traurigsten Film aller Zeiten gesehen (Hin und Weg), eine Fortbildung in „Psychosozialer Notfallversorgung“ absolviert, mal wieder Badminton gespielt, einem Menschen den ich nicht mag ans Bein gepisst, einem Menschen den ich mag gesagt, dass ich ihn mag.

Sport ist ein trauriges Thema. Ich konnte mehrere Monate lang die Konzentration und Ruhe die ich fürs Training brauche nicht aufbringen. Jetzt kämpfe ich mich mühsam, aber mit wieder erwachter Leidenschaft zurück in die alte Form. Es geht langsam, aber es geht. Und ich freue mich wieder darüber wie schön es ist, morgens um fünf aufzustehen, in Ruhe meinen Kaffee zu trinken und um halb sieben in der Klimmzugmaschine zu hängen! Ja!

Herbstmorgen in der Kasseler AueDie wichtigste Änderung in meinem Leben ist vor ein paar Tagen eingetreten. Ich bin seit diesem Monat offizielles Mitglied im Kriseninterventionsdienst des Roten Kreuzes in Kassel. Die Idee, ein Ehrenamt anzunehmen hatte ich schon lange. Den Wunsch, als Gegenpol zu meinem Beruf etwas „Sinnvolles“ zu tun sowieso. Dass es nun Krisenintervention wurde war ein Selbstläufer. Nachdem ich vor ca. einem Jahr erfahren habe, dass es diesen Dienst gibt, war mir klar, dass ich das machen will.

Es geht darum, Menschen in akuten Krisensituationen aufzufangen, zu beruhigen, die ersten Schritte zu begleiten um sie in ein soziales Umfeld zu führen, das für weitere Unterstützung sorgen kann. So wie Sanitäter am Körper Erste Hilfe leisten, leisten wir diese an der Seele.

Ich werde gut vorbereitet. Noch bis in den Sommer nächsten Jahres mache ich Fortbildungen. Wie überbringt man eine Todesnachricht? Wer will sowas machen? Irgendwer muss es ja machen. Besser es tut jemand, der es gelernt hat. Ich glaube, ich kann das.

Morgentau im Spinnennetz

Ich hab in letzter Zeit viel gelernt über Glück und Unglück. Die beiden sind ein gutes Paar. Hell und dunkel. Das Unglück ist ein Arschloch, und Glück findet man möglicherweise zufällig im Nutella-Glas. Was will man machen …

Der Blick von meinem Balkon

Ihr lieben, ich freue mich, dass ihr immer mal wieder hier rein schaut! Grüße und Küsse, und bald ist Advent!